Unsere Schule betreibt seit Jahren eine systematische Unterrichtsentwicklung mit dem Ziel, die Schüler durch angemessene Unterrichtsformen in ihrer Fachlichkeit und in ihrem Arbeits- und Sozialverhalten zu fördern. Dies gelingt in überzeugender und vorbildlicher Weise (vgl. Abschlussbericht QA NRW).

Die Verknüpfung von Unterricht und Erziehung findet sich in der konkreten Unterrichtspla­nung und Unterrichtsgestaltung wieder. Ein tragendes Element der Unterrichtsgestaltung ist eine im Vergleich zur Regelschule deutlich stärkere Lehrerzentrierung, um den Kindern die notwendige Steuerung, Verhaltensorientierung und Sicherheit zu geben. Dieses wird innerhalb des Unterrichts unterstützt u. a. durch Rituale, klare zeitliche Strukturen und ein verlässliches Verstärkersystem.

Inhaltlich wird für die meisten Kinder nach den Lehrplänen der allgemeinen Schule unterrichtet, um den Kindern eine Rückführung in das Regelschulsystem zu ermöglichen.

Insbesondere in den Fächern Mathematik und Deutsch hat die lehrgangsgemäße Arbeit mit gemeinsamen Erarbeitungen, Einzel- und Partnerarbeit Vorrang.

Projektorientiertes Arbeiten (auch an Projekt- und Aktionstagen), fächerübergreifender Unterricht oder offene Unterrichtsfor­men wie Freiarbeit, Wochenplan- und Werkstattarbeit, bei denen die Schüler aus vorgege­benen Lernangeboten frei wählen können oder aber die Reihenfolge der Bearbeitung selbst bestimmen, ergänzen nach ihrem Vermögen das Angebot. Viele Voraussetzungen für offene Unterrichtsformen müssen bei den Schülern noch erarbeitet und ausgebildet werden.

In Freiarbeitsphasen finden die Schüler einen geeigneten Rahmen für individuelles und gemeinsames Arbeiten. Alle Schüler sitzen an Einzeltischen, die sich schnell zu Gruppentischen zusammenstellen lassen. Für die Freiarbeit finden die Kinder und Jugendlichen an festgelegten Orten vielfältige Materialien, die Lernanstöße für selbsttätiges Arbeiten bieten. 

Zur Verfügung stehen u.a.:

  • Rechenkarteien mit Wiederholungsaufgaben
  • Mathematikrätsel und -spiele auf Arbeitsblättern
  • Rechtschreibkarteien mit Texten und Übungen
  • Diktattexte für Partnerdiktate (Ordner und weitere Medien)
  • Ordner mit Schreibanlass-Blättern
  • Ordner mit Beiträgen, Bildern, Texten zu verschiedenen Themenbereichen
  • Bücherkisten
  • Materialboxen (Mathematik, Sachunterricht)
  • Computerarbeitsplätze mit Lernsoftware

 

Handlungsorientierter Unterricht stellt einen hohen Anspruch an Schüler einer Förderschule für emotio­nale und soziale Entwicklung dar. In dieser Unterrichtsform gibt die Lehrkraft den Schülern möglichst wenig vor, lässt sie vielmehr selbst erproben, entdecken und erkunden. Aspekte von Handlungsorientierung finden altersentsprechend sowohl im Unterricht als auch an Aktions- und Projekttagen Berück­sichtigung.

 

Der Unterricht in verschiedenen Sozialformen ermöglicht neben individuellem Lernen auch einen Kompetenzerwerb im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung. Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit und Plenum werden gezielt eingesetzt. Insbesondere die Qualität der Partner- bzw. Gruppenarbeit stellt eine gesicherte Stärke im System unserer Schule dar (vgl. Abschlussbericht QA NRW).

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