Nach zwei Jahren hat die Janusz-Korczak-Schule wieder Besuch von zwei Zeitzeugen der Reaktorkatastrophe von Tscernobyl bekommen. Der ehemalige Offizier Juri und die ehemalige Lehrerin Valentina haben von ihren Erinnerungen an das Reaktorunglück berichtet. Sie waren als Gäste der Initiative “Den Kindern von Tschernobyl” in Ibbenbüren und haben mehrere Schulen besucht.

Auch an der Janusz-Korczak-Schule stellten sie sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler. Albin und Dominik haben dazu einen Bericht verfasst:

Am 02. Mai 2019 waren zwei Zeitzeugen in der Janusz-Korczak-Schule, die über die Tschernobylkatastrophe im Jahre 1986 berichtet haben. Begleitet wurden die beiden von einer Dolmetscherin, da sie nur russisch sprechen konnten. Die Zeitzeugen hießen Juri und Valentina. Juri war Leutnant in der Reserve und musste nach der Katastrophe auf dem Dach eines Reaktors aufräumen. Valentina war Lehrerin. Sie haben erzählt, wo sie gelebt haben, welche Krankheiten sie bekamen, wohin sie geflüchtet sind und wie sie damals reagiert haben, als die Katastrophe passiert ist. Sie haben uns auch Bilder und Videos gezeigt, damit wir sehen konnten, wie das zerstörte Kernkraftwerk damals ausgesehen hat.
Wir fanden es sehr spannend und beängstigend zugleich, denn es war eine große Katastrophe mit vielen schlimmen Folgen.

Albin und Dominik

Auch an der Laggenbecker Straße waren die Zeitzeugen zu Besuch. Wir haben einen Bericht und einige Fotos.


Wir, die Klasse 5/6, hatten am Freitag, den 3.5.19 Besuch von zwei Zeitzeugen aus Tschernobyl.
In Tschernobyl war 1986 während eines Tests ein Atomreaktor explodiert und davon berichteten die Zeitzeugen. Die erste Zeitzeugin hieß Valentina und hatte eine Übersetzerin dabei, weil sie nur russisch spricht. Valentina war 28 Jahre alt und arbeitete als Lehrerin, als das Unglück passierte. Bei der Evakuierung wurden die Schüler und Lehrer und die Kindergartenkinder mit den Erziehern mit Bussen zu einem sicheren Ort gefahren und sind erst nach 3 Monaten wieder zurückgekommen, aber nur, um die wichtigsten Sachen wieder mitzunehmen. Sie durften dort nicht mehr leben, weil alles verstrahlt ist.
Der zweite Zeitzeuge hieß Juri und war 27 Jahre alt, als das Unglück passierte. Er musste mit anderen den Atommüll wegräumen. Das war sehr gefährlich.
Zum Schluss haben wir viele Fragen gestellt und uns bedankt, dass sie bei uns waren. Ich fand den Besuch spannend

Franz